Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der UNZWEIDEUTIG LLC, Inh. Sebastian Gawlita, 155 Office Plaza Dr. Suite A, Tallahassee, Florida 32301, USA (nachfolgend „Auftragnehmer“) und dem Auftraggeber (nachfolgend „Kunde“) über Webdesign-, SEO- und Online-Marketing-Dienstleistungen.
(2) Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung dieser AGB. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(3) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Verbrauchern als auch gegenüber Unternehmern, es sei denn, in der jeweiligen Klausel wird eine Differenzierung vorgenommen.
§ 2 Angebot und Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Dienstleistungen auf der Website stellt kein rechtsverbindliches Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.
(2) Ein Vertrag kommt zustande durch schriftliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers per E-Mail oder durch den Beginn der Leistungserbringung. Der Auftragnehmer ist berechtigt, Aufträge ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
(3) Bei Projekten mit individuellen Anforderungen erstellt der Auftragnehmer ein detailliertes Angebot. Dieses Angebot ist 14 Tage gültig, sofern nicht anders angegeben.
§ 3 Leistungsumfang und Abwicklung
(1) Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Auftragsbestätigung bzw. dem individuellen Angebot.
(2) Der Auftragnehmer erbringt seine Leistungen nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung. Er ist berechtigt, zur Erfüllung seiner Leistungen qualifizierte Dritte einzusetzen.
(3) Der Kunde ist verpflichtet, alle für die Leistungserbringung erforderlichen Materialien, Informationen und Zugänge rechtzeitig und vollständig bereitzustellen. Verzögerungen, die auf einer verspäteten Zuarbeit des Kunden beruhen, gehen nicht zulasten des Auftragnehmers.
(4) Liefertermine sind, sofern nicht ausdrücklich als verbindlich vereinbart, unverbindliche Angaben. Der Auftragnehmer bemüht sich, vereinbarte Zeiträume einzuhalten.
§ 4 Urheberrecht und Nutzungsrechte
(1) Alle im Rahmen des Auftrags erstellten Werke (Designs, Texte, Grafiken, Code) unterliegen dem Urheberrecht. Der Auftragnehmer räumt dem Kunden nach vollständiger Bezahlung ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht für den vereinbarten Zweck ein.
(2) Die Übertragung ausschließlicher Nutzungsrechte oder die Nutzung über den vereinbarten Zweck hinaus bedarf einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung und ggf. einer zusätzlichen Vergütung.
(3) Der Auftragnehmer ist berechtigt, die erstellten Werke als Referenz in seinem Portfolio und zu Werbezwecken zu verwenden, sofern keine Vertraulichkeitsvereinbarung dem entgegensteht.
(4) Quelltexte (Quellcode) werden dem Kunden nur ausgehändigt, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
§ 5 Gestaltungsfreiheit
(1) Der Auftragnehmer gestaltet die Werke im Rahmen des Auftrags nach eigenem fachlichen Ermessen und unter Berücksichtigung der Kundenwünsche. Der Kunde erkennt an, dass es sich bei Webdesign und SEO um kreative Dienstleistungen handelt.
(2) In der vereinbarten Leistung sind in der Regel bis zu zwei Korrekturschleifen enthalten. Weitere Änderungswünsche werden nach Aufwand gesondert berechnet.
(3) Entscheidet sich der Kunde gegen den fachlichen Rat des Auftragnehmers, trägt er die Verantwortung für daraus resultierende Nachteile.
§ 6 Monatliche Pakete und SEO-Leistungen
(1) Monatliche Pakete (z. B. Wartung, SEO, laufendes Webdesign) werden auf unbestimmte Zeit geschlossen und können von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende gekündigt werden, sofern nicht anders vereinbart.
(2) SEO-Leistungen umfassen die Optimierung der Website für Suchmaschinen. Der Auftragnehmer schuldet keinen konkreten Erfolg (z. B. ein bestimmtes Ranking), sondern die fachgerechte Durchführung der vereinbarten Maßnahmen. Suchmaschinen-Rankings unterliegen Algorithmen Dritter und können nicht garantiert werden.
(3) Die monatliche Vergütung ist jeweils zum 1. eines Monats im Voraus fällig.
§ 7 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Alle Preise verstehen sich als Festpreise netto. Die gesetzliche Umsatzsteuer wird, sofern anwendbar, gesondert ausgewiesen.
(2) Bei Projekten über 2.000 EUR netto ist der Auftragnehmer berechtigt, eine Anzahlung in Höhe von 50 % der Auftragssumme vor Beginn der Arbeiten zu verlangen. Die Restzahlung ist nach Abnahme des Projekts fällig.
(3) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig, sofern nicht anders vereinbart.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu berechnen. Gegenüber Unternehmern beträgt der Verzugszinssatz 9 Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszinssatz, gegenüber Verbrauchern 5 Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszinssatz.
(5) Bis zur vollständigen Bezahlung verbleiben alle erstellten Werke im Eigentum des Auftragnehmers. Der Auftragnehmer ist berechtigt, bei Zahlungsverzug die Nutzungsrechte zu widerrufen und erstellte Websites vom Server zu nehmen.
§ 8 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde stellt alle für die Durchführung des Auftrags notwendigen Unterlagen, Inhalte, Texte, Bilder und Informationen rechtzeitig und in geeigneter Form zur Verfügung.
(2) Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm bereitgestellten Inhalte frei von Rechten Dritter sind oder die erforderlichen Nutzungsrechte eingeholt wurden. Der Kunde stellt den Auftragnehmer von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Verletzung von Rechten durch vom Kunden bereitgestellte Inhalte beruhen.
(3) Der Kunde benennt einen Ansprechpartner, der für die Kommunikation mit dem Auftragnehmer verantwortlich und entscheidungsbefugt ist.
§ 9 Abnahme
(1) Der Auftragnehmer stellt die fertiggestellte Leistung dem Kunden zur Abnahme bereit. Der Kunde ist verpflichtet, die Leistung innerhalb von 14 Tagen nach Bereitstellung zu prüfen und abzunehmen oder begründete Mängel schriftlich mitzuteilen.
(2) Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Rückmeldung, gilt die Leistung als abgenommen.
(3) Unwesentliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.
§ 10 Gewährleistung und Haftung
(1) Der Auftragnehmer gewährleistet, dass die erbrachten Leistungen den vereinbarten Anforderungen entsprechen. Mängelansprüche verjähren innerhalb von 12 Monaten nach Abnahme, soweit gesetzlich zulässig.
(2) Bei berechtigten Mängeln hat der Auftragnehmer das Recht zur Nachbesserung innerhalb einer angemessenen Frist. Schlägt die Nachbesserung nach zwei Versuchen fehl, kann der Kunde die Vergütung mindern oder vom Vertrag zurücktreten.
(3) Die Haftung des Auftragnehmers ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und ist der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz.
(5) Der Auftragnehmer haftet nicht für Schäden, die durch höhere Gewalt, Serverausfälle Dritter, Änderungen von Suchmaschinenalgorithmen oder fehlerhafte Zuarbeit des Kunden entstehen.
(6) Der Auftragnehmer haftet nicht für die rechtliche Zulässigkeit der vom Kunden bereitgestellten oder freigegebenen Inhalte.
§ 11 Vertraulichkeit
Beide Parteien verpflichten sich, über vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei, die ihnen im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt werden, Stillschweigen zu bewahren. Diese Verpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.
§ 12 Kündigung
(1) Projektverträge (Einmalleistungen) enden mit der vollständigen Erbringung und Abnahme der vereinbarten Leistung.
(2) Dauerschuldverhältnisse (monatliche Pakete) können von beiden Parteien mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende gekündigt werden.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(4) Die Kündigung bedarf der Schriftform (E-Mail genügt).
§ 13 Erfüllungsort und Gerichtsstand
(1) Erfüllungsort ist der Sitz des Auftragnehmers.
(2) Für Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(3) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Auftragnehmers. Bei Verträgen mit Verbrauchern gilt der gesetzliche Gerichtsstand.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
(2) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für eine Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.
(3) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
Stand: April 2026
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